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Grundlagen Gleitkunststoff

Gleitkunststoffe – Reibung, Abrieb und Werkstoffvergleich

Gleitkunststoffe reduzieren Reibung, minimieren Verschleiß und erhöhen die Lebensdauer technischer Anlagen. Sie kommen überall dort zum Einsatz, wo Bewegung, Druck und Dauerbelastung zusammentreffen – etwa in Fördertechnik, Maschinenbau und industriellen Anwendungen.

Was sind Gleitkunststoffe?

Gleitkunststoffe sind technische Kunststoffe mit optimiertem Reib- und Verschleißverhalten. Sie ermöglichen wartungsarme Konstruktionen und arbeiten häufig ohne zusätzliche Schmierung.

  • Niedriger Reibwert
  • Hohe Abriebfestigkeit
  • Gute Notlaufeigenschaften
  • Korrosionsbeständig
  • Geräuschreduzierend

Technischer Vergleich ausgewählter Gleitkunststoffe

Werkstoff Abrieb Reibwert Maßhaltigkeit Temperatur Typische Anwendung
PE1000 Sehr hoch Niedrig Mittel Mittel Kettenführungen, Verschleißleisten
POM-C Hoch Niedrig Sehr hoch Mittel Präzisionsteile, Zahnräder
PTFE Mittel Sehr niedrig Niedrig Hoch Gleitlager, chemische Anwendungen
PA6G Hoch Mittel Mittel Mittel Mechanisch belastete Bauteile
PEEK Hoch Niedrig Sehr hoch Sehr hoch Hochleistungsanwendungen

Reibwert-Übersicht

Der Reibwert hängt vom Gleitpartner ab. Typische Tendenzen bei Trockenlauf gegen Stahl:

  • PTFE – sehr niedriger Reibwert
  • PE1000 – niedriger Reibwert
  • POM-C – niedriger bis mittlerer Reibwert
  • PA6G – mittlerer Reibwert
  • PEEK – niedriger Reibwert bei hohen Temperaturen

Für verschleißintensive Fördertechnik-Anwendungen empfehlen sich häufig Lösungen aus der Fördertechnik.

Einsatzbereiche von Gleitkunststoffen

Lieferformen und Fertigung

Werkstoffauswahl strukturieren

Eine vollständige Übersicht aller Werkstoffe finden Sie in der Werkstoffkunde. Für eine gezielte Empfehlung nutzen Sie den Auswahlassistent Werkstoff.

FAQ Gleitkunststoffe

Welcher Kunststoff hat den niedrigsten Reibwert?

PTFE besitzt sehr niedrige Reibwerte und eignet sich für Gleitlager und chemische Anwendungen.

Welcher Werkstoff ist besonders abriebfest?

PE1000 bietet eine sehr hohe Abriebfestigkeit und wird häufig in Förderanlagen eingesetzt.

Wann ist POM besser als PA?

POM-C eignet sich für präzise Bauteile mit hoher Maßhaltigkeit. PA6G ist sinnvoll bei höherer mechanischer Belastung.

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